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" Auf die Sitze, fertig, los ! ". Brigitte Morck: Raku mal ganz anders
Jul 19th, 18:38 - PermalinkSchenken ist eine der schönsten Arten, jemandem seine Liebe und Zuneigung zu zeigen. Das passende Präsent zu finden ist häufig nicht so einfach. " Was schenkt man einer Person, die schon alles hat? ", ist ein häufiger verzweifelter Stoßseufzer, wenn Geburtstag, Hochzeit, Verlobung oder ähnliches, wieder einmal die Kreativität herausfordern... schließlich sind die romantischen Klassiker auch begrenzt. Natürlich kann man mit Blumen, Pralinen, und Parfum kaum etwas falsch machen, einen Preis für Einfallsreichtum gewinnen Sie damit aber nicht unbedingt.
Doch zum Glück gibt es heute einige ungewöhnliche Geschenkideen, die an Originalität und auch einer gewissen Romantik schwer zu überbieten sind: Die liebenswürdig-witzigen Raku-Objekte der Hamburger Keramikerin Brigitte Morck.
Die Künstlerin wurde 1951 in Soest geboren und lebt und arbeitet seit 1982 in Hamburg. Von 1970 bis 1975 absolvierte sie ihr Studium bei den Professoren Uli Günther und Anne Mentzel-Marx an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. Ihre amüsanten Unikate sind Kult.
Wer das ganz Besondere mag und keramisch eher avantgarde ist, der kann sich sehr schnell in eines ihrer auβergewöhnlichen Raku Objekte verlieben. Öffentliche Ankäufe ihrer Werke erfolgten durch das Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg, das Museum für Keramik "Keramion" in Frechen, das Landesmuseum Stuttgart, das Landesmuseum Karlsruhe, dem Schloß Ludwigsburg sowie der Stadt Offenbach.
Raku bezeichnet eine Rauchbrandtechnik für Keramik, ursprünglich entstanden aus der Keramiktradition Koreas und Japans im 16. Jahrhundert. Raku heißt wörtlich übersetzt: "Gelassenheit, Zufriedenheit, Glück und Freude an der Muße erfahren".
Raku entstand im 16. Jahrhundert in Japan. Raku ist historisch eng verbunden mit der Teezeremonie und der Philosophie des Zen-Buddhismus. Die ursprünglichen Raku-Formen verdeutlichen das Prinzip der Einfachheit und Natürlichkeit, abgeleitet von der Liebe zur Natur.
Entgegen dem herkömmlich Verfahren Keramik zu brennen (langsames Abkühlen im geschlossenen Ofen), wird Rakukeramik wegen der starken Rauchentwicklung meist im Freien gebrannt. Bei diesem Niedrigbrand werden die rotglühenden Objekte einzeln, - mit einer langen Zange - dem Ofen bei Temperaturen um 1000° C entnommen und in organischem Brennstoff (Laub, Stroh, Heu, etc.) luftdicht eingebettet. Der entstehende Rauch (Kohlenstoff), der Sauerstoffentzug, sowie die im Laub enthaltenen Mineralien wirken stark auf den Ton und die Glasurfarbe ein. Der Brennverlauf lässt sich beim Raku nur bedingt steuern, so daß jedes Stück ein Unikat ist.
Raku ist keine Technik, sondern eine innere Einstellung,Bewusstseinshaltung, wie sie z.B. in der japanischen Teezeremonie ihren Ausdruck findet, für die man Rakuschalen ursprünglich fertigte.Es ist eine sehr besondere Art, mit der Tonerde umzugehen, die den Blick auf den Zufall richtet.
Der Geist kommt zur Ruhe durch die Kontemplation oder das Za-Zen , das Sitzen in in der Stille. Naturerfahrungen, Wahrnehmungsübungen schaffen die Raku-Stimmung, bereiten darauf vor, nicht zu wollen, nicht zu wissen, sondern zu lauschen, was da aus den Händen, aus dem Befinden wachsen will. In Schönheit und Schlichtheit, reduziert auf das Wesentliche und doch vollendet und beseelt. Kreativ werden – durch die Elemente gehen. Der Intuition folgen, mit dem Feuer tanzen.
In ständigem Kontakt mit ihren kreativen Geschöpfen und Gefäβen geht so für die Künstlerin der Weg der Wandlung weiter. Die eigene Schöpfung wird durch das Brennen im Holzofen begleitet. Das Rakubrennen wird zu einem archaischen Erlebnis: Selbst Feuer sein, der Intuition folgen, im Augenblick sein, und ganz gegenwärtig handeln.
Das Brennverfahren ist bestimmt durch die "Philosophie des Zufalls". Die Brennmethode im holzbefeuerten Ofen ist traditionell seit Jahrhunderten gleich. Die rotglühende Keramik wird mit Zangen aus dem ca. 900 Grad heißen Ofen genommen in Sägespäne geräuchert und im kalten Wasser abgeschreckt.
So ist für diese Meisterin ihres Faches Raku ein erlebnisbetonter Weg voller natürlicher Kreativität, eine echte Kraftquelle der Freude und Entspannung.
Die Preise für Brigitte Morcks liebenswerte Unikate bewegen sich zwischen achtzig und neunhundert Euro. Die sichere Zusendung per Postdienst oder DHL ist kein Problem. Für etwaige Fragen stehen wir Ihnen selbstvertändich jederzeit zur Verfügung. Rufen Sie uns an oder schicken Sie uns eine Nachricht.
info(at)hilde-leiss.de
Wolf Keller
Facilitator


