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Unser Weg zum Dach der Welt
führte Hilde und mich vor knapp zwei Jahren nach Bhutan, einem der geheimnisvollsten Länder des Himalaya. Tibet und Nepal hatten ihre Grenzen für ausländische Touristen schon lange geöffnet, als dieses einzigartige Königsreich im Himalaya noch immer an seiner selbstgewählten Isolation festhielt.
Erst um 1974 öffnete das Land seine Grenzen für Touristen, jedoch ist es immer noch nicht möglich, das Land als Einzelreisender zu besuchen. Nur etwa 5000 ausländische Touristen werden pro Jahr ins Land gelassen. Als solcher ist Mann/Frau verpflichted, einen Tagessatz von bis zu 240 US-Dollar zu zahlen: Dieser Betrag deckt dann die Kosten für Landtransport, Unterkunft sowie Frühstück und Abendessen.
Eine der Hauptattraktionen des Landes sind die Klosterburgen ( Dzongs ). Als Festungen wurden Dzongs an strategisch wichtigen Punkten errichtet. Zumeist auf Bergrücken oder in Flusstäler. Mit ihren wuchtigen, abgeschrägten Außenmauer dienten sie früher als Schutz-Burgen vor Feinden. Heute sind sie Klöster sowie Verwaltungssitz der jeweiligen Distrikte.
Alle Dzongs feiern einmal ein Tsechu, ein religiöses Fest zu Ehren von Guru Rinpoche. Für die Bürger des Königreichs sind diese Feste der religiöse, kulturelle und gesellschaftliche Höhepunkt des Jahres.
Der perfekte Organisator und Reiseleiter unserer Bhutan-Rundreise war Herr Alfred Röver, 1937 in Kassel geboren. Der gelernte Groß – und Außenhandelskaufmann, arbeitete bis zu seiner Pensionierung für eine Hamburger Importfirma. Er befaßt sich seit 1975 mit dem Buddhismus, speziell mit dem tibetisch-buddhistischen Kulturkreis. Auf ausgedehnten Reisen in die Himalaya-Länder hat er Laddakh, Spiti, Nepal, Sikim und Bhutan besucht und war bereits zwölfmal in Tibet. Seit seiner Pensionierung hält er Vorträge über die Kulturen Süd- und Ostasiens und Tibet und veranstaltet Individualreisen in diese Länder.
Alfred Röver gilt als anerkannter Tibetexperte und profunder Kenner der tibetischen Kunst und er begleitet Soname Yangchen auf ihren Lesereisen, wie jüngst mit ihrem autobiografischen Buch "Wolkenkind".
10 Monate nach unsere Rückkehr hielt Herr Röver einen wunderschönen Vortrag in der Galerie, der die vielen Anwesenden verzückte. Nicht wenige der Besucher signalisierten nach dem Vortrag Interesse, an einer Reise nach Bhutan teilnehmen zu wollen.
Wolf Keller
Facilitator


