Das 30jährige künstlerische Schaffen der Goldschmiedemeisterin und Galeristin Hilde Leiss findet seinen Ausdruck in ihren Schmuckstücken und in der Galerie, die ihren Namen trägt.
Drei Jahrzehnte kreativer Arbeit sind ein guter Anlaβ, zurückzuschauen und gespannt darauf zu sein, was die Zukunft bringt. In der gegenwärtigen Sonderausstellung, " 30Jahre Hilde Leiss " avanciert ihr Schmuckwerk zum Hauptdarsteller.
Bei den Arbeiten von Hilde Leiss wird jeglicher Anflug von Verspieltheit vermieden, und ihr Handwerk wird zur Schmuckkunst. Das ist schön, weil man es schlichter nicht machen kann, das wirkt leicht, trotz massiver Umrisse, das spricht an, trotz kühler Farbgebung. Da begeistert allein die Wahl der Steine, die Art, in der die goldene Oberfläche eines Armreifs gebürstet ist und die Detailbesessenheit, mit der jede Fassung auch in der letzten Ecke perfekt gearbeitet ist.
Ausstellungsbegleitend werden auch neue Arbeiten verschiedener Künstler vorgestellt, die schon seit Jahren der Galerie verbunden sind: Gedrechselte Holzschalen von Ernst Gamperl, Kleider von Elke Walter, Keramik von Elke Martens und Brigitte Mork, Glasschmuck der Sent Schwestern aus Venedig, visionär illuminierte Schmuckarbeiten von Marc Mann, Gerda und Nickolai Monies's Schmuck aus Kopenhagen, Röcke von Baiba Ripa, Pȃte-de-verre Schalen von Jan Adam und mehr. Die Liste ist lang.
Das Jubiläumfest und Vernissage wurden begleitet von einer Fotoausstellung in schwarz-weiss von Isabel Mahns-Techau. Es wurden Momentaufnahmen von Gästen und Künstlern der Galerie gezeigt. Dazu kamen diverse Porträts von Hilde Leiss, die ihr Vergnügen an der eigenen Wandelbarkeit dokumentieren.
Das Galerieausstellungen bei Hilde Leiss eine Fest für die Sinne sind, ist schon lange bekannt. Die hohen Hallen der Galerie erstrahlten auch diesmal im Glanz, und Hilde und ihre Mitarbeiterinnen präsentierten stolz die kunstvoll arrangierten Vitrinen und Auslagen. Es war wieder einmal geschafft, eine neue Ausstellung stand.
Über dreihundert gut gelaunter Freunde und treuer Kunden waren Hildes Einladung gefolgt und belebten die großzügigen Räumlichkeiten der Galerie mit Heiterkeit und Gelächter. Die ausgezeichnete Laudatio von Dr. Rüdiger Joppien, Kustos des Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg, wurde mit großem Applaus bedacht, war es ihm doch sehr treffend gelungen, die Künstlerin und den Mensch Hilde Leiss, mit feinem Humor und Emphatie nachzuzeichnen und zu vermitteln.
Diese erinnerungswürdige Galerieveranstaltung entpuppte sich bei genauerem Hinsehen als eine echte Fundgrube für alle wahren Hilde Leiss Schmuck Aficionados, hatten sich es doch viele der anwesenden Damen und Herren nicht nehmen lassen, das eine oder andere ihrer Lieblingsstücke als Hommage an den Anlass auszuführen . Ein klarer Beleg, daß der Erfolg von Hilde Leiss und die Beliebtheit ihrer Werke sich aus der Selbstverständlichkeit und positiven Ausstrahlungen ihrer Arbeiten begründen. Sie hat es immer verstanden, sich selbst treu zu bleiben und das Image einer erfolgreichen, menschlich engagierten Unternehmerin, als Goldschmiedin, Designerin und Galeristin, zu vermitteln. Und dafür bekam sie auch viel verdienten Applaus an jenem schönen Nachmittag, am 1. November 2009.
Wolf Keller
Hilde Leiss, 30 Jahre Schmuckgalerie in Hamburg from Hilde Leiss on Vimeo.